Bericht zur Polenreise

Geschrieben von: Fatima Manhi

Vom 4.3. bis 10.3 reisten ich und 5 weitere Schüler*innen unseres Gymnasiums in das polnische Örtchen Kryzowa um mehr über das Thema Nachhaltigkeit in Erfahrung zu bringen, begleitet wurden wir dabei von unserer Geographielehrerin Frau Oldenburg. Unsere Anreise verlief sehr entspannt, nach vier Stunden im Bus sitzen, erreichten wir endlich unsere Herberge für die nächste Woche. Es ging gleich nach dem Abendbrot los mit dem vollgepackten Programm das uns auch die noch kommenden Tage in Atem halten sollte. Wir wurden mit den Teilnehmer*innen der anderen Nationen bekannt gemacht, außer uns nahmen auch Leute aus Moldawien, Polen und Armenien an dem Projekt teil. Bis spät in den Abend hinein waren wir damit beschäftigt erste Kontakte mit den anderen zu knüpfen, wir wurden auch über das Programm der Woche informiert. Der Dienstag machte dort weiter wo der Montag aufgehört hatte: mit Kennenlernen. Dazu gehörte auch ein Kulturabend, bei dem jedes Land sich und seine Bräuche vorstellt. Die Moldawier haben sich hier bei besonders Mühe gegeben. Zudem fand eine Schnitzeljagd statt, bei der wir uns über die Geschichte des Ortes informierten. Am Mittwoch sammelten wir Informationen zum Thema Nachhaltigkeit so schauten wir einen Film der zugegeben ziemlich langweilig war, zum Glück war der Tag schnell um. Donnerstags besuchten wir einen sehr hübschen und interessanten „Bio“-Bauernhof. Dort bedruckten wir tolle Jutebeutel und aßen ökologisch angebautes Essen. Es gab gerade für die Stadtkinder viel zum Staunen und Entdecken. Am Abend bekamen wir dann unsere Rollen für das Planspiel zugeteilt, das eigentliche Ziel der Woche und auch das worauf ich mich am meisten gefreut habe. Ich konnte mich anfangs nicht so richtig mit meiner Rolle zufriedengeben doch dann wuchs ich immer mehr in sie hinein. Das Planspiel drehte sich um das fiktive Dorf Kripowa, welches einige Probleme wie zum Beispiel Wasservergiftung, Arbeitslosigkeit und nicht genug Bildung hatte. Ziel des Spieles war es das Dorf nachhaltiger zu gestalten. Dazu sollten wir unseren Rollen entsprechend Projekte für das Dorf vorschlagen die die dortige Situation verbessern sollten. Das Planspiel wurde freitags bis samstags fortgesetzt. Am Sonntag gab es dann die Auswertung und es ging nach Berlin zurück. Diese Woche war sehr lehrreich, wenn auch anstrengend. Ich habe definitiv viel über Nachhaltigkeit lernen können und auch wenn stets harte Gehirnarbeit und Wissenserweiterung im Vordergrund standen gab es dennoch die Möglichkeit neue Freunde*innen zu finden. Besonders schön fand ich den interkulturellen Austausch der ungezwungen und auf gegenseitigem Interesse basierend stattfand. Auch konnte ich so mein englisch verbessern. Insgesamt war die Woche wunderbar und ich freue mich hoffentlich erneut Gelegenheit, zu bekommen erneut an einem ähnlichen Projekt, teilzunehmen.